Die Frage lautet meist: ab welchem Alter? Das ist die erste von fünf – und die am wenigsten aussagekräftige.

1. Die Freigabe – als Untergrenze

Das Alterskennzeichen sagt, ab wann ein Spiel unbedenklich ist. Es sagt nicht, dass es geeignet oder interessant wäre.

Nützlicher sind die ergänzenden Hinweise zu Inhalten und Nutzungsrisiken. Ein Spiel ohne Altersbeschränkung mit offenem Sprachchat ist etwas anderes als eines ohne.

2. Wer kann mit meinem Kind sprechen?

Der Punkt, der die meiste Aufmerksamkeit verdient. Offene Sprach- und Textchats mit Unbekannten sind bei vielen Spielen voreingestellt.

Zu prüfen: Lässt sich der Chat abschalten oder auf bestätigte Kontakte beschränken? Gibt es eine Meldefunktion, und wie leicht ist sie zu finden?

Viele Spiele bieten eine eingeschränkte Form mit festen Textbausteinen. Das ist ein guter Mittelweg – nur muss die Einstellung bewusst gesetzt werden, weil die Voreinstellung meist die offenere ist.

3. Wo entstehen Kosten?

Kostenlos herunterladbare Spiele finanzieren sich über Käufe im Spiel. Vor der Installation klären, ob es sie gibt und wie sie gestaltet sind.

Unabhängig davon: Zahlungsfunktion auf dem Gerät sperren. Das ist eine Einstellung von zwei Minuten und erspart Diskussionen.

4. Lässt sich aufhören?

Ein unterschätztes Merkmal. Spiele mit Levels, Runden oder Kapiteln bieten natürliche Haltepunkte. Spiele mit endlosem Fortschritt, Tagesaufgaben und ablaufenden Angeboten sind so gebaut, dass Aufhören sich wie Verlust anfühlt.

Das ist keine Frage der Selbstbeherrschung des Kindes, sondern der Gestaltung. Und es macht den Alltag mit Bildschirmzeit erheblich einfacher oder erheblich schwerer.

5. Kann man es zusammen spielen?

Spiele für mehrere Personen am selben Gerät sind seltener geworden, aber es gibt sie. Sie haben einen Vorteil, der über den Spielspaß hinausgeht: Sie machen sichtbar, was passiert.

Und sie beantworten die Eignungsfrage nebenbei – zwanzig Minuten mitspielen sagt mehr als jede Altersangabe.

Was hier bewusst fehlt

Eine Liste empfehlenswerter Titel nach Alter. Die gibt es an vielen Stellen, und sie veraltet schnell. Die fünf Fragen bleiben brauchbar, auch wenn die Spiele wechseln.